Artikel 18.01.02 im www.pfaffenhofenerkurier.de

T-DSL-Aktion des Bürgernetzvereins läuft weiter
Bis zum Jahresende wurden 535 Anträge gesammelt


Pfaffenhofen. Genau 535 T-DSL-Antrage konnte der Bürgernetzverein Pfaffenhofen im Rahmen seiner landkreisweiten Aktion "T-DSL schnell und gunstig für alle" über die eigene Aktionspage www.paf-dsl.de bis zum Jahresschluss 2001 sammeln. "Seit dem neuen Jahr ist unser Antrags-E ingang leider wie erwartet deutlich eingebrochen, weil eben die kostenlose DSL-Hardware der Telekom entfallt," so die erste Reaktion von Jörg Bucher vom Bürgernetzverein, der die T-DSL-Aktion koordiniert: "Aber die Preise auf dem nun freien Markt purzeln schon deutlich. So kriegt man jetzt z.B. eine neue ISDN/DSL-Kombikarte mittlerweile schon für 99 statt der 150 Büro bei Produkteinführung zum 1. Januar. Wir machen also weiter."

Alle bis Silvester gesammelten Anträge wurden dank einer eingeräumten Nachfrist vom e-Markt Pfaffenhofen bis zum 5. Januar in die DSL-Port-Daten-bank der Telekom per Internet-Direktzugriff eingegeben. In einer insgsamt 40-stündigen Mammutaktion wurden dabei von zwei Angestellte alle Anträge beim T-DSL-Sonder-Backoffice in Chemnitz auf DSL-Port-Verfügbarkeit geprüft. Bei den insgesamt 535 Anträgen konnten 118 reale/virtuelle ports sofort gebucht bzw. reserviert werden. Dies bedeutet, dass diese ports von der Telekom innerhalb von zwei Wochen bzw. ab dem tatsächlichen DSL-Ausbau in der jeweiligen Vermittlungstelle freigeschaltet werden. Bei 42 Anträgen konnte kein port gebucht werden, weil keine Ausbauplanung vorliegt.

"Eine große schwammige Grauzone", so Jörg Bucher, ergibt sich allerdings bei einem Großteil (348) der Anträge. Hierbei handle es sich nach Auskunft der Chemnitzer Hotline um reale ports, bei denen noch eine manuelle Recherche innerhalb der jeweiligen ortlichen Vermittlungsstelle erforderlich sei. Diese Recherche werde nun ca. zwei bis sechs Wochen dauern. Laut Bucher zeigt die Erfahrung der Telekom allerdings, dass lediglich 20 Prozent dieser "kritischen ports" nach Abschluss der Recherche dann auch wirklich realisiert werden. "Das würde bedeuten, dass ca. 65 Prozent der über www.paf-dsl.de gestellten Anträge keinen DSL-Anschluss mit der aktuell eingesetzten Technik erhalten würden".

Man rechne damit, dass bis Mitte/ Ende Februar feststeht, welche ports im Landkreis tatsachlich gebucht werden konnten. Jörg Bucher: "Bis dahin werden wir festlegen, welche weiteren konkreten Schritte sinnvoll sind, um diese 65 Prozent deutlich zu reduzieren. Ziel unserer Aktion ist es ja, gebündelt mit einer möglichst großen Flut an DSL-An-trägen im Rücken vor allem für die Leute eine Lösung auszuhandeln, die momentan schlechte DSL-Karten haben".

Auch bei der anstehenden Jahres-Mitgliederversammlung des Bürgernetzvereins am 5. Februar soll in einem speziellen Ta-gesordungspunkt überdie DSL-Aktion diskutiert werden. Anlässlich der Versammlung findet auch die Verlosung und die Preisverleihung des begleitenden T-DSL-Wettbewerbs von Rudi Engelhard für die aktivsten Gemeinden und Bürger statt.


erstellt am 18.01.2002
Jörg Bucher
Zugriffe seit dem 18.01.2002

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