Artikel 15.03.2003 im www.pfaffenhofenerkurier.de

weitere Links zu Fastpath:

 


Fastpath: mehr Spiele-Spaß im Internet auch über T-DSL

Spielte man bisher zusammen gerne im Wirtshaus Watten oder Schafkopf, so hat sich die Spielkultur durch das Internet in den letzten Jahren rasant verändert. Besonders die jüngere Generation "trifft" sich gerne zum Spiel am heimischen PC jeweils verbunden lediglich via Internet und Telefon. Obwohl Online-Spiele über das Internet immer beliebter werden, hatte die Deutsche Telekom bislang trotz anhaltender Kritik kein Herz für Online-Spieler. Besonders bei schnellen Action- und Baller-Spielen waren die Spieler gegenüber ihren Spielpartnern im Nachteil, welche über eine Internetverbindung (z.B. via ISDN) mit deutlich kürzerer Antwortzeit (Pingzeit) verfügten.

Anlässlich der Eröffnung der aktuellen Computer-Messe CeBIT hat die Telekom seit Montag nun doch kurzfristig Abhilfe schaffen können. Auf Antrag kann nun jeder Online-Spieler die ADSL-Strecke zur Vermittlungsstelle in seinem Wohnort vom Übertragungsmodus "Interleaving" auf "Fastpath" umstellen lassen. "Interleaving" ist die Standardeinstellung bei DSL, welche Fehler bei der Datenübertragung korrigiert. Sie ist umso wichtiger, je länger die Leitung zur Vermittlungsstelle ist. Bei der Umschaltung auf "Fastpath" wird die Fehlerkorrektur "Interleaving" einfach ausgeschaltet und ermöglicht damit wesentlich schnellere Reaktionszeiten im Spielbetrieb .

Nach Informationen des Bürgernetzvereins könnte aber die schnelle Spiel-Action gerade deshalb bei Teilnehmern aus den entfernten Ortsteilen im Landkreis wie z.b. Ilmmünster, Scheyern, Tegernbach, Affalternbach, Geroldhausen, Gebrontshausen, Jetzendorf auf Kosten der Leitungsqualität gehen. Um aber Störungen weitestgehend auszuschliessen wird der T-DSL-Anschluß des jeweiligen Online-Spielers erst dann auf "Fastpath" umgestellt, wenn er einen individuellen Test in Richtung Leitungsqualität bestanden hat.

Die Prüfung erfolgt über einen Aktivierungslink, den der Spieler nach seiner Online-Bestellung im Internet per E-Mail von der Telekom erhält. Spieler, die mit "T-DSL light" (z.B. aus Scheyern) ins Internet gehen, haben laut Jörg Bucher, der die Bürgernetzaktion koordiniert, deshalb geringere Aussichten, für Fastpath freigeschaltet zu werden, als die Inhaber eines Anschlusses mit voller Bandbreite wie z.B. in Pfaffenhofen Stadt.

Die monatlichen Mehrkosten für Fastpath wären laut Bucher mit 1 Euro Aufpreis verschmerzbar, wenn die Telekom nicht einmalig eine Umstellungsgebühr von knapp 25 Euro kassieren würde. Andere DSL-Anbieter wie z.B. Arcor bieten Fastpath ohne Aufpreis an und werben dabei mit Super-Pingzeiten von 10ms und mit Sprüchen wie "Den Gegnern einen Ping voraus ... ", allerdings prüfen sie die Leitungsqualität auch nicht, weil sie z.Zt. auf dem Land noch gar keine Anschlüsse anbieten sondern nur in den größeren Städten, wo in der Regel nur kurze Entfernungen zur Vermittlungsstelle zu überbrücken sind. Weitere Infos zu Fastpath wie Umstellungsantrag, Kosten, Abwicklung, Vor-/Nachteile, Funktionen findet man auf der speziellen DSL-Aktionsseite des Bürgernetzvereins www.paf-dsl.de

 


erstellt am 12.03.2003
Jörg Bucher
Zugriffe seit dem 12.03.2003

inhalt | karten | kontakt | technik | hilfe | zahlen | aktuell