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Original-Entwurf zu Artikel 18.07.2005 im PK

Surfen rund um die Uhr auch via ISDN ohne DSL

Gut 40 interessierte Bürger besuchten den öffentlichen Infoabend des Bürgernetzvereins. Mit unterschiedlichen Gefühlen folgten die Besucher dem ausführlichen Vortrag von Jens Hampe aus Ingolstadt, Niederlassungsleiter von M"net, der zum Thema DSL und ISDN aus Sicht des bayerischen Telekommunikationsanbieters referierte und sich anschließend der Diskussion stellte. Denn viele Anwesende kamen offensichtlich aus Ortsteilen und Haushalten, die aufgrund mangelnder Reichweite nachwievor nicht mit der DSL-Technik versorgt werden können. Neben Fragen zu Wechselmodalitäten, Sonderkonditionen und den gängigen DSL-Flats von M"net entwickelte sich die Diskussion um die sogenannten ISDN-Flats zu einem der interessantesten Aspekte an diesem Abend. Denn mit der unlimitierten Flatrate auf  ISDN-Basis ermöglicht M"net - als einer der ganz wenigen Anbieter in Deutschland - einen zeitlich unbeschränkten Internet-Zugang für alle Haushalte in 08441, zu denen kein DSL-Anschluß schaltbar ist. Das pauschale Entgelt pro Monat ist dabei ähnlich günstig wie die Flats für DSL

"Am DSL-Reichweitenproblem können wir trotz unseres eigenen Leitungsystems wegen der 'letzten Meile' der Telekom grundsätzlich nichts verändern," musste Hampe auf Nachfrage von Jörg Bucher, dem Organisator des Abends, eingestehen. "Allerdings sind wir in Sachen "DSL-light" experimentierfreudiger. Wir probieren zur Zeit konkret mit ein paar Beta-Testern in den kritischen Ortsteilen aus, was von der Reichweite hier in Sachen DSL tatsächlich machbar ist" ergänzte Hampe. Aus diesen Erfahrungen heraus werde sich  M"net in den konkreten Einzelfällen mit den Kunden abstimmen, ob eine Schaltung auch mit verringerter Bandbreite sinnvoll erscheine.

Klaus Burgstaller, Geschäftsleiter der Gemeinde Reichertshausen, stellte eine weitere Gretchenfrage an diesem Abend bezüglich des weiteren Ausbau des bayerischen M"net-Leitungsnetz im Bereich 08137 zumindest auf ISDN-Basis. "In den nächsten 3 Jahren kann ich mir das mit Sicherheit nicht vorstellen" erklärte Hampe deutlich und beschrieb bei der Gelegenheit auch die Kostenproblematik. So habe M"net in der Kreisstadt alleine schon beim  Umbau der Ortsvermittlungsstelle 08441 (Telekom) und  in den Aufbau der eigenen aktiven Vermittlungstechnik erheblich investieren müssen. Das müsse sich erst mal rechnen, bevor man umliegende Stellen ausbaue. Er verwies dabei auf Nachfrage, daß M"net 85 neue Kunden seit Mitte Juni dieses Jahres in Pfaffenhofen gewonnen habe, was im Vergleich zu anderen Landkreisen ein sehr guter Start gewesen sei.

Ein weiterer interessanter Ansatz kam mit Josef Gratzl aus der Technik-Gruppe des Bürgernetzvereins. Die relativ langsame ISDN-Flat ließe sich "aufbohren", in dem man sie auch als kostengünstigen Rückkanal in Verbindung mit schnellen Internetvolumen per Satellitschüssel einsetzen könne. Wie Bucher andeutete, werde der Bürgernetzverein demnächst einen weiteren Info-Abend anbieten über den schnellen Internetzugang per Fernsehkabel. Allerdings rechnet man mit dem fertigen Technik-Ausbau durch Kabel Deutschland nicht vor Anfang 2006.

Das M"net in der Szene einen sehr guten Support biete, bestätigten an diesem Abend unabhängig von einander zwei Profis, die bereits beruflich übere ihre Arbeitsgeber mit M"net schon Kontakt hatten. Auch im Bürgernetzverein wurden Stimmen laut, ob man die Bürgernetz-Server über M"net anbindet, so wie im Bürgernetzverein Freising bereits geschehen. Abschließend wurde vereinbart alle weiteren Erfahrungen bezüglich auch  M"net über die Aktions-Homepage unter www.paf-dsl.de. zu kommunizieren und auszutauschen. Hier sind bereits jetzt alle wichtigen weiterführende Infos und Links zu finden.

 


erstellt am 24.06.2005
Jörg Bucher

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