Siehe auch Infos zu Kabel Highspeed Internetzugang mit Fernsehkabel

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108 Highspeed-Anträge sind bislang abgegeben

Kaum Resonanz in Pfaffenhofen / Gemeinsame Aktion von Bürgernetzverein und pafnet gestartet

Manfred Hailer

Pfaffenhofen (mha) Die Frist läuft, zwar nicht mit Highspeed, aber doch unaufhaltsam: Bis 30. November 2005 müssen 400 Anträge in den Rathäusern der Kommunen im Telefonvorwahlbereich (08441) bzw. . beim Pfaffenhofener Bürgernetzverein vorliegen, wenn das geplante Pilotprojekt von Kabel Deutschland für einen Hochgeschwindigkeits-Internetzugang per Fernsehkabel Realität werden soll. Bislang wurden 108 Anträge abgegeben, was für die Projektbefürworter nach der positiven Resonanz bei den Informationsveranstaltungen eine leise Enttäuschung ist. Aber noch bleiben gut drei Wochen Zeit und jetzt erhält "Kabel-Highspeed" weitere Unterstützung durch Pfaffenhofens größte Online-Community, nämlich www.pafnet.de.

Gerade in der Kreisstadt und Umgebung scheinen weitere Aktionen für das Pilotprojekt "Kabel-Highspeed" dringend vonnöten. Hier ist die Situation anders als im südlichen Landkreis, weil es bereits in der Vergangenheit keine Probleme mit der DSL-Versorgung gegeben hat. Das dürfte auch der Hauptgrund sein, warum aus Pfaffenhofen bislang erst ganze zwei Anträge auf Kabelinternet vorliegen, während es aus den Gemeinden Scheyern und Reichertshausen immerhin 45 bzw. 40 sind. Schwach ist dagegen die Resonanz bisher auch in Ilmmünster und Hettenshausen mit sieben bzw. vier Anträgen.

Diese wöchentlich aktualisierten Zahlen kann man unter anderem der Spezialseite des Pfaffenhofener Bürgernetzvereins www.paf-dsl.de entnehmen. Sie bietet weiter umfassende Informationen rund um DSL und den Highspeed-Internetzugang per Fernsehkabel in Verbindung mit Telefonieren im Kabelverbund. Besonders interessant für alle Internetnutzer, die auch Fernsehkabel haben, dürfte dabei der vom Bürgernetzverein angestellte Preisvergleich sein, denn da schneidet das Kabel hervorragend ab. Genau das könnte auch in Pfaffenhofen für viele User ein Argument zum Umstieg sein, glauben die Initiatoren.

Bereits seit Sommer wirbt der Bürgernetzverein in Kooperation mit den Gemeinden für das geplante Projekt von Kabel Deutschland. Allein zu den fünf Infoabenden kamen seit September fast 400 interessierte Besucher. Für den Highspeed-Ausbau hat die Kabel Deutschland GmbH das Frühjahr 2006 anvisiert, aber nur wenn sich bis Ende November 2005 genügend Interessenten finden.

Weitere Unterstützung findet "Kabel-Highspeed" nun auch bei www.pafnet.de, der lokalen Internet-Bühne, die gerade unter den Jugendlichen im Landkreis Paffenhofen kaum jemand noch nicht kennt. Vorwiegend junge Leute chatten, flirten, mailen und diskutieren per Internet miteinander – in Spitzenzeiten bis zu 1200 gleichzeitig. "Über 28 000 registrierte Benutzer sind aus unserer Sicht die ideale Zielgruppe, die wir für den schnellen Internetzugang per TV-Kabel begeistern wollen. Die Vorteile der neuen TV-Kabeltechnik liegen auf der Hand: hohe Geschwindigkeit und zwar unabhängig von der Reichweite", erläutert Jörg Bucher vom Bürgernetzverein die Synergieeffekte mit der Online-Community.

"Auch wir möchten unsere vielen Benutzer auf das Highspeed-Projekt ansprechen und damit einen aktiven Beitrag leisten, dass die 400 geforderten Anträge auch wirklich zusammenkommen", fügt Andy Breitner hinzu, einer der Community-Initiatoren, welche die Plattform seit 2003 erfolgreich betreiben: "Seit Sonntag sieht man auf unserer Startseite ein Banner in Form einer langsam kriechenden Schnecke. Sie schultert zusätzlich noch ein uraltes Modem und animiert damit unsere jungen Leute zum Mitmachen bei der Highspeed-Aktion."

Zusätzlich, so Breitner, rufe man die Benutzer dazu auf, sich auch im Freundeskreis aktiv nach möglichen Highspeed-Interessenten umzuschauen. Das Motto laute dabei: "Deine Mithilfe ist gefragt, nur gemeinsam schaffen wirs!" Zusätzlich wurde ein externer Link geschaltet zur Spezialseite des Bürgernetzvereins (www.paf-dsl.de).

T-Com werde mit dem kürzlich verkündeten T-DSL-Ausbau in Reichertshausen zum Jahresende sicher noch einige potenzielle Highspeed-Interessenten verunsichern, vermuten Jörg Bucher und Andy Breitner. Deshalb setzen sie nach ihren Worten nun gemeinsam auf die Karte "Spaß am Wechsel – Highspeed statt DSL?". Man wolle damit in erster Linie die Reichertshausener "Verluste" an die T-Com wettmachen und setze nun auf den Anteil der unzufriedenen T-DSL-Nutzer im relativ großräumigen Pfaffenhofener Stadtgebiet.

Gleich fünf gute Gründe nennen beide für den Wechsel von T-DSL zu Highspeed: wesentlich mehr Speed beim Download z. B. von Videos, deutlich mehr Power beim Upstream, klar bessere Pingzeiten für Gamer ohne Fastpath, neue Businesstarife in 2006 mit fester IP mit noch mehr up-stream und volle Geschwindigkeit unabhängig von der Entfernung zur Vermittlungsstelle.

Allein am Sonntagabend sind in nur wenigen Stunden ca. 740 Surfer diesen Argumenten gefolgt – einfach per Mausklick auf die Schnecke. Jetzt hofft man beim Pfaffenhofener Bürgernetzverein , dass viele potenzielle Kabelhighspeed-Kunden die Anträge nur noch nicht abgegeben haben und dass bis Ende November die 400 Stück noch zusammenkommen.


erstellt am 24.10.2005
Jörg Bucher

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