Original Artikel 03.12.2005 im Pfaffenhofener Kurier
Siehe auch Infos zur Technik Highspeed Internetzugang mit Fernsehkabel
Kein Anschluss unter dieser Nummer
Scheyern (mha) Ein Schelm, wer dabei Böses denkt: Am Mittwoch endete die Abgabefrist der Anträge für das High-Speed-Internet per Fernsehkabel im Rahmen eines Pilotprojekts der Kabel Deutschland GmbH (siehe dazu Bericht auf Seite ....) und genauseit diesem Tag heißt es beim Telefonanschluss der Firma Kreitmair Elektrotechnik in Scheyern nur noch „kein Anschluss unter dieser Nummer“. Was das miteinander zu tun hat? Firmenchef Georg Kreitmair hat sich in den letzten Wochen sehr für das Kabelprojekt stark gemacht und Anträge dafür gesammelt. Auch wenn er keine Absicht unterstellen will, hält er es zumindest für einen merkwürdigen Zufall, dass gerade jetzt durch ein Versehen sein Telefon lahm gelegt ist und die Behebung des Fehlers offensichtlich große Probleme macht.
Vor wenigen Tagen besuchte Georg Kreitmair in München den T-Punkt am Marienplatz, wo ihm eine Telefon-Flatrate angeboten wurde. Unter der Voraussetzung, dass er damit unter dem Strich sparen könne, bekundete er Interesse an einer Umstellung. Die Daten seien von einem Mitarbeiter in den Computer eingegeben worden, er habe aber keine Auftragsbestätigung erhalten; diese sollte zugeschickt werden. Am Mittwoch – zufällig dem letzten Abgabetag für die Anträge auf Kabelinternet – war dann ab 9 Uhr der Telefonanschluss von Kreitmair Elektrotechnik plötzlich tot. Erst nach mehreren Anrufen und vergeblichem Warten auf versprochene Rückrufe habe er dann mit der Störungsstelle der Telekom vereinbart, dass am Donnerstag ein Servicemitarbeiter vorbeischaut, sich vorher aber unter der Handynummer von Georg Kreitkmair zu melden – was nicht passierte.
Vielmehr kam der Telekom-Spezialist genau in der Mittagspause und stand vor verschlossener Ladentür. Anstatt einfach zu klingeln – worauf ihm sofort jemand aufgemacht hätte, denn Georg Kreitmair war im Geschäft – telefonierte er die Privatnummer des Firmenchefs an und sprach auf den Anrufbeantworter. Doch das erfuhr Georg Kreitmair erst, als er gegen 16 Uhr erneut bei der Telekom anrief und die Auskunft erhielt, es müsse ein Defekt an seiner Telefonanlage im Haus vorliegen. Rund eine Stunde später kam nochmals ein Servicemann der Telekom vorbei und fand beim Blick in seine Unterlagen des Rätsels Lösung: Der T-Punkt-Mitarbeiter in München hatte die bisherigen zehn ISDN-Nummern von Georg Kreitmair auf einen einzigen analogen Anschluss umgestellt und diesem auch noch eine neue Nummer zugeteilt.
Damit war die Kreitmair Elektrotechnik nicht mehr erreichbar und wird es auch noch ein paar Tage bleiben. Der ISDN-Anschluss könne erst am Montag wieder hergestellt werden, so die Auskunft der Telekom. Kein Wunder, wenn Georg Kreitmair sauer auf die Telekom ist. Er sei sei sogar schon angesprochen worden, was mit seiner Firma los ist, so Kreitmair. Das ist nicht nur peinlich, sondern für den Firmenchef auch mit einem wirtschaftlichen Schaden verbunden: Ausgerechnet in diesen Tagen habe er viel Werbung für einige Sonderangebote gemacht – und dann sei er für Interessenten telefonisch nicht erreichbar.
erstellt am 04.12.2005
Jörg
Bucher
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